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Republik Indien (Indische Union) Kennzeichen: IND Kontinent: S-Asien
Fläche: 3 287 590·km² Einwohner: ca. 896,6·Mio. Bevölkerungsdichte: ca. 273 pro·km² Hauptstadt: Neu-Delhi Staatsform: Parlamentarische Bundesrepublik (seit 1950)
Amtssprachen: Hindi, Englisch, Drawida-Sprachen Religionen: 80% Hindus, 11%·Moslems, Sikhs, Jainas, Parsen, Christen, Buddhisten Währung: Indische Rupie (iR) Mitglied in: Commonwealth, SAARC, UNO
Uhrzeit: MEZ +4,5Staatsform: parlamentarische Bundesrepublik seit 1950. Besteht aus 25 Unionsstaaten·mit eigenen Parlamenten u. Reg.: Andhra Pradesh, Arunachal Pradesh (seit 1987), Assam, Bihar, Goa (seit
1987), Gujarat, Haryana, Himachal Pradesh, Jammu u. Kaschmir, Karnataka, Kerala,·Madhya Pradesh,·Maharashtra,·Manipur,·Meghalaya, Nagaland, Orissa, Punjab, Rajasthan, Sikkim, Tamil Nadu, Tripura, Uttar Pradesh,
Westbengalen,·Mizoram (seit 1987). Direkt von der Zentralreg. verwaltet werden die Unionsterritorien Andamanen u. Nikobaren, Chandigarh, Dadra u. Nagar Haveli, Delhi, Daman u. Diu, Lakshadweep, Pondicherry. Naturraum: umfaßt den
Großteil Vorderasiens; im N Gebirgszüge des Karakorum u. Himalaja, südl. das Indus- u. Gangestiefland u. das Hochland von Dekhan zw. West- u. Ostghats. Bev.: überw. Inder; nach China das bev.reichste Land der Erde.
Wirtsch.: überw. Landw., Anbau von Reis, Baumwolle (Dekhan), Jute, Hirse, Weizen, Tee (Assam), Gewürzen; Büffel-, Schaf- u. Ziegenhaltung, größter Rinderbestand der Welt, aber ohne ökonom. Bedeutung; Eisenerz-,·Mangan-, Bauxit-
u. Erdölvorkommen; Nahrungsmittel-, Textil- u. Schwerindustrie; Export von Baumwolle, Leder, Tee, Eisenerzen, Edelsteinen. Gesch.: Im 2. Jt. v.Chr. drangen aus Iran Indogermanen ein u. unterwarfen die drawid. Urbevölkerung.
Die Eroberer gründeten versch. Reiche. 327-25 v.Chr. unternahm Alexander d. Gr. seinen Zug nach I. Um das 8. Jh.·n. Chr. begann die islam. Eroberung I.s; Hptst. des indo-islam. Reiches wurde Delhi. Ende 1398 brachen die·Mongolen
ein. Babur, Enkel Timur Lenks, gründete 1526 das Reich der Großmoguln, das bis 1857 bestand. 1498 landete Vasco da Gama in Calicut an der Westküste. Im 16. Jh. sicherten sich die Portugiesen Stützpunkte (Goa, Bombay,·Malakka,
Ceylon, Java u.a.); im 17. Jh. erschienen Franzosen u. Engländer. 1600 Gründung der Britisch-Ostind. Kompanie; der Friede von Paris 1763 sicherte die engl. Vormacht. Eigtl. Begr. des brit.-ind. Reiches waren Lord Clive u. Warren
Hastings. 1858 Auflösung der Ostind. Kompanie; I. wurde unmittelbar der engl. Krone unterstellt. Königin Viktoria erhielt 1877 den Titel Kaiserin von I. (Ernennung eines Vizekönigs für I.). Im 1. Weltkrieg kämpfte I. im brit.
Reichsverband, wurde nachher·Mitgl. des Völkerbunds, noch ohne Verfassung u. Dominionstatus. In der Folge begann Gandhi seinen gewaltlosen Kampf um die ind. Unabhängigkeit (Hindubewegung). Es folgte stufenweise der Übergang zur
Selbstverwaltung durch engl. Gesetzeserlasse. 1937 Birma als Kronkolonie von I. getrennt. I. wurde Bundesstaat unter brit. Oberhoheit. Polit. Gesamtvertretung war in dieser Zeit die Kongreßpartei, geleitet von Nehru (geistiger
Führer Gandhi) u. der·Moslemliga unter der Führung Jinnahs, des Verfechters separatist. Tendenzen (Pakistan). Im 2. Weltkrieg wurde I. seitens der brit. Regierung 1942 der Dominionstatus für Kriegsende zugesichert. Im Juni 1945
versprach die Labourregierung (Attlee) I. die volle Unabhängigkeit. Im Rahmen des Commonwealth wurde diese nach langen Verhandlungen zw. Hindus u.·Moslems eingeführt (15.8.1947), unter Teilung I.s in I. u. Pakistan. Die
Commonwealth-Konferenz vom 26.4.1949 fand sich damit ab, daß I. Republik wurde u. zw. O u. W eine neutrale Position einnahm.·Mit der Verfassung von 1950 wurde I. zur föderativen Rep. (Indische Union). 1961 Annexion von Goa, Daman
u. Diu; 1962 ind.- chin. Grenzkonflikt im Himalaja; 1965 Krieg gegen Pakistan wegen Kaschmir; 1971 Freundschaftspakt·mit der ehem. UdSSR; ind.-pakist. Krieg (Bangladesch); 1984 Ermordung von I. Gandhi (Min.-Präs. 1966-77,
1980-84);·Min.-Präs. bis 1988 ihr Sohn R. Gandhi;·Min.-Präs. 1990/91 Ch. Shekar, 1991 Ermordung R. Ghandis,·Min.-Präs. 1991-96 N. Rao,·Min.-Präs seit 1996 H. D. Dewe Gowda; Staatspräs. seit 1992 S. D. Sharma. |